June 30, 2009

Warum seid Ihr Foodblogger geworden?

Hallo
ich bin noch ganz neu bei der Bloggerei und erst vor ein paar Monate damit angefangen.
Seit ca. 2 Jahren schlummerte ein Entwurf in Blogger – bisher fehlte mir die Zeit, Muse und Mut damit zu beginnen.
Warum habe ich angefangen? Ich denke meine langjährige intensive Arbeit im Forum der Taste of Home Seite, meine Zeit in Chefkoch und meine leidenschaftliche Verbindung in die Welt der internationalen Foodblogs hat irgendwann den Wunsch in mir erweckt eigenständig und authentisch arbeiten zu können wann und wie ich will. Die vielseitigen Möglichkeiten die sich in einem eigenen Blog haben mich dann überzeugt es einfach zu versuchen.
Ich verbringe seither viel schöne Zeit rund um meinen Blog – ich probiere neue Gerichte, vertiefe mich in Recherchen wenn ich kann, präsentiere Familienrezepte, experimentiere und lerne dazu. Ich beschäftige mich mit Food Fotografie, Layoutgestaltung, Blogfunktionen und die Beantwortung der Mails, Kommentare und Telefonate…. Ich denke darüber nach was ich demnächst bloggen könnte und wühle mich durch Stapel von Rezepte die ich angesammelt habe oder versinke in Kochbücher und Magazine, plane Familienessen und Einkäufe.
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Dieser Blog bin ich – authentischer geht es nicht, er ist so kunterbunt wie ich mich fühle, zeigt meine Fehler, Humor und Kanten…ich bleibe mir treu und verfolge meinen eigenen Stil und Weg der immer wieder abzeigt ganz besonders kulinarisch. Herein fließt meine ganze Leidenschaft für Genuß und Essen. Ich lebe und atme Food, beschäftige mich mit Rezepten, Kochtechniken… Mich findet man durchs Leben wandernd und meine Augen und Nase gerichtet auf Gewürze, Kräuter und Gemüse oder Obst… ich stürze mich auf ausgefallene Tischdeko oder Stoffe…durchstöbere Flohmärkte nach alter Keramik und Geschirr… nutze Messebesuche der Ambiente und Tendence um mich auch in meinem Hobby auf dem Laufenden in der Welt des Kochen zu halten… ich lernen ständig dazu und auch dies Dank fleißigen Studierens anderer Blogger oder Köche.

Für mich ist das Bloggen eine Art Therapie. Es hilf mir mich kulinarisch zu sortieren und meine Rezepte zu ordnen, es unterstützt und zwingt mich zu konzentrieren und sauber und akkurat zu arbeiten, gibt mir die Chance meiner ganzen Kreativität und Abenteuergeist freien Lauf zu lassen und an meinen Fehlern und meiner Aufgabe zu wachsen… ich muss immer wieder über mich lachen und schmunzeln was ich da wieder geschrieben habe - besonders in Englisch – meine Zweitsprache.
Die vielen Mails, Kommentare oder Telefonate mit anderen Bloggern, Freunden und Lesern bestärken und bestätigen mich und machen mir super viel Freude. Ich habe tolle neue Leute kennengelernt die ich nicht missen möchte!

Das Resultat dieses Blogs wird hoffentlich ein lustiges, authentisches und besonderes Kochbuch für meine Familie, Freunde, Leser und besonders für meinen Sohn sein.

Diskussionsanstoss
Warum habt Ihr Euch entschieden zu bloggen oder Kochbücher zu schreiben. Wie seid Ihr dazugekommen? Wie geht es Euch damit? Was erlebt ihr so? Wacht Ihr auch manchmal auf mit einer Idee für den Blog oder lauft Ihr über den Markt und nehmt etwas mit was ihr sonst nicht gekauft hättet aber für den Blog probiert ihr es mal aus…? Hat sich für Euch was geändert? Was würdet Ihr ändern? Was vermisst Ihr oder oder??
Warum faszinieren Euch Blogs, warum liest Du meinen? Denkst Du darüber nach auch einen zu starten? Warum würdest Du es nicht tun….

Freue mich von Euch zu lesen!

LG Alissa

14 comments:

lamiacucina said...

niemandem würde ich anraten, einen food-blog neu zu beginnen. Als private Rezeptsammlung begonnen, ist es bei mir längst mehr geworden, fast eine Sucht. Ordnung in bestehende Kladden zu bringen ist das Eine, inzwischen kommen täglich neue Rezepte hinzu, die täglichen Kontakte via comments schätze ich sehr. Der grosse Aufwand für den Blog gibt mir eine Tagestruktur. Im Auf und Ab des Lebens ist deshalb die Bezeichnung "Therapie" gar nicht so abwegig. Liebe Grüsse.

Isi said...

Liebe Alissa,
vielen dank für deinen Diskussionsanstoss. Ich hatte auch schon seit Anfang 2009 vor, den Blog zu beginnen. Aber irgendwie schob ich es immer wieder weiter hinaus, da mir die technische Unsetzung nicht ganz klar war. Hätte ich gewusst wie einfach das ist, dann hätte ich schon früher begonnen :-)). Den letzten Anstoss haben Du und Eline mir gegeben. Da dachte ich, jetzt ist wirklich Zeit, den Gedanken in die Tat umzusetzen.
Ich bin neugierig und möchte gerne nicht nur so vor mich hinkochen, sondern das auch weitergeben und Teil einer Gemeinschaft sein. Ich fühlte mich von Anfang gut in der Bloggerszene, in der ich ja brandneu bin und habe schon sehr nette Leute kennengelernt. Bei Chefkoch bin ich zwar noch gerne, aber die Bloggerei ist für mich schöner, da kann ich eher mein eigenes Ding machen. Ja meine Posts sind noch eher spontan, aber der Blog wirkt sich auch schon auf mein Kochverhalten aus. Das hat eine schöne Wechselwirkung, die mir gut gefällt. Deinen Blog lese ich gerne, da er lebensfroh und bunt ist, das gefällt mir sehr gut. Ich bin manchmal ein bisschen zu geordnet und vorausplanend, aber ich arbeite dran :-)))

Cherry Blossom said...

@lamiacucina... ja süchtig hat in meiner Beschreibung noch gefehlt - aber eine schöne Sucht - für mich ist es so produktiver als Arbeit und Moderation in den Foren.... Warum würdest anderen abraten einen blog zu starten? Wegen der Sucht oder der Arbeit oder??

@Liebe Isi ich habe mich sehr gefreut das Du einen Blog gestartet hast und schaue jeden Tag gespannt auf Deine Rezepte!! Ich wäre manchmal gerne strukturierter in meinem Blog, geordneter oder vorausschauender - aber es ergibt sich nicht - ich werde jeden Tag neu inspiriert durch Blogs die ich lese, Kochbücher und das was ich an Vorräten verbrauchen möchte oder was mich unterwegs an lacht...Manchmal auch ein Rezept das in Chefkoch oder TOH bewerted wurde und ich probieren möchte... Weisst Du ich habe viele Jahre intensiv den German Corner in TOH mit geführt und damals gegründet und wöchentlich Themen und Rezepte wie für ein Magazin recherchiert, Beiträge geschrieben etc das war enorm viel Aufwand neben meiner normalen Beschäftigung und irgendwann in 5 Jahren sind fast alle normalen Kochthemen theoretisch durch - ich habe mich dann auch etwas zurückgezogen um heute nach Bedarf tätig zu sein. Du hast Recht in seinem Blog fühlt man sich frei und das ist so wertvoll und dennoch können alle daran teilhaben die es interessiert...

Ich glaube bloggen macht nur sinn wenn man es regelmäßig betreiben....

Mein Kochverhalten hat sihc komplett verändert ich bin viel genauer, die Qualität des Endprodukts wird streng bewertet und nur das was ich wirklich guten Gewissens weitergeben kann landet im Blog.... Ich überlege auch schon ist das ist blogtauglich was ich vorhabe.... ;-))

Eine gute Bekannte von mir aus Kalifornien (wird demnächst auhc blogger) unterrichtet Hauswirtschaft und lehrt Diätkochen für Allergiker und Diabetiker... wie auch immer sie ist bei TOH berühmt für Ihre Kritiken und Rezeptstest und Kommentare besonders für gesunde Vollwertküche... Ihr Mann hat einmal zu Ihr nach einem wunderbaren Menü bemerkt... "wieder ein köstliches Dinner das ich nie wieder sehen werde" Für Ihn gefühlt kocht Sie jeden Tag was neues - sie probiert eben viel für die Kochschule und ihre Kritiken... :-))

Mein Sohn hat achtet schon darauf das die Kamara immer an ihrem Platz ist...
LG Alissa

Barbara said...

Schön, dass Du so offen darüber schreibst - richtig Gedanken hat sich wohl noch nicht jeder Blogger über das Thema gemacht...

Ich bin auch eher so reingerutscht, weil ich ausprobieren wollte, was Blogs sind und kein besseres Thema fand - privateres wollte ich nicht schreiben.

Wenn man wenig Zeit hat - wie ich - geht man anders vor als z.B. Robert von lamiacucina. Ich komme oft tagelang nicht zum Lesen und Schreiben, dann wieder ein paar Stunden geballt. Es ist ein Hobby, das das Fernsehen verdrängt hat.

Rezepte habe ich schon zuvor gesammelt und ausprobiert, mein Kochverhalten hat sich kaum geändert. Trotzdem profitiere ich von den vielen Anregungen und - last but not least, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet! - von einem Fast-Freundeskreis, neuen Bekanntschaften zu interessanten Menschen, die ich so gewonnen habe.

Eline said...

Du bist schuld, liebe Alissa, dass ich blogge ;-)
Es macht mir mehr Spass, als in einem offenen Forum, auch wenn man weniger Resonanz hat, diese aber wesentlich höhere Qualität aufweist als in den grossen Foren.
Das wichtigste ist mir, dass mein Blog meine eigene Handschrift trägt - auch wenn ich mir wünsche, dass ich etwas geschickter im Gestalten wäre.

Cherry Blossom said...

@Barbara ich schaue auch kein Fernsehen mehr - wenn mein Sohn im Bett ist mache ich mir einen Snack und tauche in den Blog ab - lach ich höre Musik nebenbei und dann lese ich und tippe drauflos... Es ist schön Dich über das bloggen kennenzulernen!

@Eline Du hast einen sehr eleganten edlen Blog der für mich gefühlt, ohne Dich wirklich zu kennen, sehr authentisch und ehrlich rüberkommt. Das schöne am eigenen Blog ist - Du kannst Ihn immer wieder verändern und so gestalten wie DU es möchtest... Ich denke wir wachsen mit unserem Blog und in ein paar Jahren schmunzeln wir sicherlich über unsere Anfänge - ich freue mich schon darauf....
Die Resonanz ist mir persönlich sehr wichtig. Ich habe gerade gestern einen Artikel in USA von großen bekannten Foodbloggern gelesen die sehr frustiert über die Resonanz und die Qualität der Kommentare sind andere wiederum werden überflutet mit Aufmerksamkeit....
Übrigens es gibt sehr hilfreiche Literatur zum Thema Food Writing - ich werde das demnächst mal bloggen... schöne Tips wie man besser schreibt!

Hannah_wolja said...

Hallo Alisa, gerade bin ich durch Chefkoch auf dich aufmerksam geworden. Und siehe da, schon habe ich mich in deinem ersten Post verfangen und denke jetzt selber darüber nach warum ich blogge.

Ich verschlinge seit langem alles rund ums Thema Kochen. Bis vor kurzem hat sich das allerdings auf Bücher, Fernsehen, Freunde, Restaurantbesuche usw. beschränkt. Dann stiess ich auf die wundervolle Welt der Foodblogs. Ich war so inspiriert und angeregt, dass ich voller Elan, mit meinem eigenen Blog, losgelegt habe.
Dabei lerne ich eine Menge: Bei der Gestaltung, dem Inhalt, den Fotos, natürlich beim Kochen und sogar bei html. Ich studiere zwar Grafik Design aber erst durch meinen Blog habe ich mich mit Programmen wie DReamweaver auseinander gesetzt. Zu sehen der Blog wächst macht einfach Freude. Ausserdem kann ich dabei das machen, was mich glücklich macht: Kochen und es mit anderen teilen (wenn auch nur virtuell...)

Cherry Blossom said...

Liebe Hannah - ich freue mich sehr das Du hierher gefunden hast!! Dein Blog ist total cool - ich mag Deinen Style - gefällt mir!! Man sieht das Du das professionell machst!! Bloggen ist eine wunderbare persönliche Plattform und Bühne auf der wir alles sein können.... herrlich...Ja Kochen macht definitiv glücklich... Was genau ist Dreamweaver?? Ich muss mich auch mal näher mit der Gestaltung beschäftigen... Würde mich sehr freue Dich hier wieder zu sehen...Liebe Grüße Alissa

Eline said...

Alissa,
die Qualität der Resonanz ist mir auch sehr wichtig. Ich habe mich aus einigen grossen Blog Directories schnell wieder zurückgezogen, weil man da "Freunde" bekommen kann, die man wirklich nicht haben will. So wie es jetzt läuft, bin ich zufrieden - ich freue mich über jeden Kommentar und der Austausch passiert auf dem Niveau, das ich mag.

Cherry Blossom said...

Hallo Eline - da sprichst Du was an... wie öffentlich will ich sein... das ist eine Diskrepanz die ich für mich noch rausfinden muss. Einerseits hat man das Bedrüfnis nach einer großen Leserschaft anderereseits möchte man diese auswählen.... Wie geht man damit am besten um? Ich denke je größer ein Blog wird und desto mehr REzepte geschaltet sind desto höher wird auch die Trefferquote z Bsp in google und dann tummeln sich immer mehr Leser auf unseren Blogs... die meisten Leser sind ja eher schüchtern ausser sie kennen den Blogger oder haben eine spezifische Frage.... Abe rich bin sehr dankbar für Eure ehrlichen freundichen Kommentare und Anregungen und besonders das Ihr Euch an dem Gespräch beteiligt.

Eline said...

In einem Forum, in dem wir beide aktiv sind, gibt es oft bei Menüs oder Rezepten über 1000 Aufrufe und über 100 Kommentare. Das schmeichelt zwar der Eitelkeit, aber wenn man genau hinschaut und bleibt wenig Essentielles. Das kommt von Menschen, die sich wirklich für die Rezepturen, für diese Art zu kochen interessieren und auch das entsprechende Verständnis haben. Was ich lustig finde: viele dieser User haben einen eigenen Blog, so schliesst sich der Kreis. Natürlich will ich auch für meine Blog Leser und viele interessante Kommentare, aber das möchte ich mir sorgfältig und gezielt erarbeiten.

Cherry Blossom said...

Eline..ich verstehe genau was Du meinst und es gibt schon viele die sich komplett aus diesem Forum zurückgezogen haben... warum?? Gekränkte Eitelkeit, Zeitmangel, Aufgabe, das normale Leben, Job oder Familie oder Frustration? Wer weiss...Schade den gerade der Menübereich und Rezepte lebt von den essentiellen Tips, Ideen und Gesprächen.....

Ich denke für uns "leidenschafltiche Hobbyköche", um mal den Begriff den wir in Deinem Blog diskutiert haben aufzugreifen, fühlt sihc in Kochforen wohl und bei Menüs springen z. Bsp. sofort Disharmoninen ins Auge, Zutaten die nicht saisonal sind oder die Komposition des Ganzen ist zu schwer, breiig oder unausgewogen - wir atmene kulinarisch und denken kulinarisch und leben kulinarisch.... wir sind Kochfreaks.. ;-))- nicht jeder findet sich so ein in diese Themen und scheut sich lächerlich zu machen oder was peinliches zu schreiben weil der Anspruch ud das Niveau gelegentlich shcon steigt und wehe da kommt einer mit dem Schloßgeheimniss ;-)) das verunsichert manche...

Ich bin froh das Du, Isi, Carrara, Gwex und Eorann wie viele andere tapfere Menükrieger auch dennoch tapfer mitarbeiten und helfen.. Wir scheuen uns nicht unsere Meinung zu sagen, zu kritiseieren aber konstruktiv etwas beizutragen und uns auszutauschen, Rezepte auszuprobieren und unsere Leidenschaft zu leben... leider machen das viel zu wenige... viele greifen nur ab, kopieren und geben nix zurück...

lamiacucina said...

abraten ? hätte ich vorher gewusst, wieviel Zeit ich für den Blog einsetzen muss (will), hätte ich es mir zweimal überlegt. Nun aber, da ich schon 2.5 Jahre dabei bin, kann ich nicht mehr aufhören :-)

Cherry Blossom said...

das wäre auch jammerschade wenn Du das tun würdest!!! die Zeit kann man sich theoretisch einteilen - ich erwische mich aber wie ich dann dennoch länger verweile und hier und da was wurschtle...;-) solang wir das reale Leben und unsere Partner, Kinder und Freunde dabei nicht vernachlässigen ist es doch ok :-)

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